Chronik

1996 trafen sich erstmals fünf Jakobzüchter in Wittmund in Ostfriesland. Darauf folgten dann jährliche Treffen und die Teilnehmerzahl wuchs langsam etwas an.

2002 hatte Ina Schuster zum Treffen nach Schöppingen eingeladen. Hier wurde erstmals diskutiert, ob man sich eine Satzung geben und einen Verein gründen sollte. Im Ergebnis war man sich einig, dass dies bei der doch insgesamt geringen Zahl von Jakobzüchtern in Deutschland ein sehr hoher formaler Aufwand wäre. Gleichzeitig sollte aber etwas mehr Verbindlichkeit in der Zusammenarbeit und der Außendarstellung für die Jakobschafe erreicht werden. Wurde Schöppingen so zum Geburtsort der Interessengemeinschaft?

2003 wurde das Züchtertreffen erstmals in Markkleeberg bei Leipzig durchgeführt. Im Rahmen der Messe „Jagd und Angeln“ findet dort jährlich die Körung und Herdbuchaufnahme der Landschafrassen des sächsischen Schafzuchtverbandes statt. Einige Züchter nutzten das Angebot der dortigen Zuchtleiterin, Dr. Walther, und brachten eigene Tiere mit. So konnte erstmals ein Vergleich und eine fachlich fundierte Beurteilung der Jakobschafe durchgeführt werden. In den Folgejahren wechselten die Orte der Treffen. In einem Jahr bei einem Züchter, im nächsten Jahr wieder in Markkleeberg.

2004 kam es in Berne an der Weser zu einem sehr arbeitsintensiven Treffen. Nach umfangreicher Vorbereitung wurden mit fachlicher Beratung des niedersächsischen Zuchtleiters Gerdes die Empfehlungen zum Rassestandard erarbeitet. Als befreundete Jakobzüchter nahmen das Ehepaar Boiten-de Rieu aus den Niederlanden mit ihrem Praktikanten aus Uganda sowie das Ehepaar Dons aus Dänemark teil. Außerdem wurden Muster für einen Jakobkalender 2006 des sächsischen Züchters Dieter Dottermusch vorgestellt.

Foto: Privat

2006 fand die Lehrfahrt nach England statt und 2016 wurde eine weitere Reise zur Royal Highland Show in Edingburgh organisiert, an der auch Züchter aus den Niederlanden und der Schweiz teilnahmen.

Für 2007 war eine erste Bundesschau der Jakobschafe in Markkleeberg geplant. Leider musste sie wegen der Blauzungenkrankheit ausfallen. Es fand auch kein Züchtertreffen statt. Die Bundesschau konnte dann 2009 endlich stattfinden. Teilgenommen haben Züchter aus Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, dem Saarland und Sachsen. Eine zweite Bundesschau wurde 2014 im Saarland durchgeführt. Beteiligt waren Züchter aus Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, dem Saarland und Sachsen mit über 60 Jakobschafen. Dort konnten auch Jakobfreunde aus den Niederlanden und der Schweiz begrüßt werden . Die dritte Bundesschau der Jakobschafe fand 2018 in Kleve am Niederrhein statt. Als Richter waren der Sprecher der Abteilung Zucht in der Vereinigung Deutscher Landesschafzuchtverbände (VDL), Andreas Humpert, und der langjährige niederländische Jakobzüchter Theo van Kilsdonk tätig. Es standen sieben Züchter mit 50 Tieren aus Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen im Wettbewerb.

Nachdem wiederholt Jakobzüchter an Wettbewerben der VDL im Rahmen der Grünen Woche in Berlin teilgenommen hatten, kam es 2022 bei der VDL-Bundesschau in Alsfeld zu einem beeindruckenden Auftritt der Jakobschafe.

Teilnehmer der Bundesschau im Saarland
Foto: Privat

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